Carina mit Händen in der Jeans

Carina ist 29 Jahre und lebt in der idyllischen Lüneburger Heide. Sie zeigt mit ihrem Blog zum Thema Pinterest Marketing, dass man auch als Dorfkind nicht hinter dem Mond lebt und liebt es als IHK-zertifizierte Online Marketing Managerin an immer neuen Strategien zu arbeiten. Im Januar 2019 wurde aus dem Herzensprojekt Blog ein richtiges Business, das sie bis heute nebenberuflich führt.

1. Mit welcher Idee hast du dich selbstständig gemacht und was war deine Motivation?

Ehrlich gesagt war mein Plan nie mich selbstständig zu machen. Ich dachte immer: „Selbst und ständig können gerne andere machen“. Und ich wollte nie ins Marketing. Jetzt biete ich Pinterest Beratung und Coaching. Das Sprichwort „unverhofft kommt oft“ passt bei mir also wie die Faust auf’s Auge.

Das ganze Projekt hatte aber nicht als Selbstständigkeit gestartet, sondern als Blog. Ein eigener Blog war schon immer ein riesiger Traum von mir, weil ich es liebe zu schreiben. Ich wusste allerdings nie, worüber ich schreiben soll. Für Mode fehlte mir der ausgefallene Geschmack und der Foto-Buddy, für einen Koch-Blog koche ich zu ungern und für einen DIY-Blog bin ich einfach zu sehr Grobmotorikerin.

Nachdem ich (nach vielen Umwegen) meine Weiterbildung zur Online Marketing Managerin (IHK) gemacht habe und anfing im Online Marketing zu arbeiten, merkte ich schnell, dass mir die Blogs, die ich fand, nicht reichten. Sie hatten nicht den richtigen Schwerpunkt oder blieben mir zu sehr an der Oberfläche. Das wollte ich ändern und die Idee für meinen Blog war endlich da.

Nach einem halben Jahr war ich dann so verliebt in meinen Blog und das Online Marketing, dass ist mehr wollte, anderen helfen wollte. Also fing ich an Angeboten zu designen. Viele Monate, viel Zweifeln und einer klareren Positionierung später habe ich dann im Frühjahr 2020 mein Angebot gelaunched.

2. Hast du auf Risiko oder Sicherheit gesetzt – also gleich Vollzeit oder zuerst Nebenerwerb?

Ich habe auf die Sicherheitsvariante gesetzt und nebenberuflich gegründet. Für mich hat es sich einfach nicht richtig angefühlt gleich All In zu gehen – auch, wenn die Stimmen der Vollzeit-Selbstständigen in meiner Instagram Bubble mich immer wieder zum Zweifeln brachten.

Bis jetzt bin ich Vollzeit angestellt und arbeite in meiner Freizeit an meinem Business. Das bedeutet natürlich viel Arbeit, aber ich liebe das was ich tue und habe mir sehr bewusst trotzdem noch Zeit für meine Hobbies und für Entspannung eingeplant. So ist bei mir eigentlich immer spätestens um 20 Uhr Feierabend. Im Moment weiß ich auch noch gar nicht, ob ich jemals in die Vollzeit-Selbstständigkeit möchte. Das halte ich mir offen.

3. Wie sieht deine Morgenroutine aus?

Im Moment leider nicht so, wie ich es mir wünschen würde, denn es gibt keine. Bis vor ein paar Wochen bin ich ruhig in den Tag gestartet: Hab mir ein Buch genommen, ein bisschen Yoga gemacht oder einfach einen Tee getrunken.

Aktuell stehe ich um 6:20 Uhr auf (was für mich echt spät ist) und setze mich ohne viele Umwege an den Schreibtisch.

4. Was wolltest du als Kind werden?

Oh, da war einiges dabei. Ganz hoch im Kurs waren lange Polizistin und Tierärztin. Nachdem das dann aber doch alles ausgeschieden war, weil ich gemerkt habe, dass das doch nicht so meins ist, wusste ich lange nicht, was ich mal werden möchte.

5. Wer oder was motiviert dich?

Mich motiviert vor allem die Liebe zum Online-Marketing bzw. zum Pinterest Marketing. Ich liebe es neue Dinge auszuprobieren und mich immer weiterzuentwickeln. Wenn mir vor 3 Jahren jemand gesagt hätte, dass ich mal eine eigene Website, einen automatisierten Newsletter und Instagram und Pinterest Kanäle aufbaue, hätte ich wohl laut gelacht.

Zu sehen, dass ich mit dem, was ich liebe, auch noch anderen helfen kann, ist Tüpfelchen auf dem i.

6. Auf was könntest du nicht verzichten?

Ganz klar meine Familie und meinen Freund, der zu 100% hinter mir steht und mir immer wieder ein richtig gutes Gefühl gibt. Und als Pinterest Beraterin wäre ich auch ohne Handy und Laptop mit einer vernünftigen Internetverbindung aufgeschmissen.

7. Was bringt dich auf die Palme?

Der Satz „Ich kann das nicht“ (gerne auch in den Ausprägungen: ich hab keine Zeit oder das geht nicht).

Ich gehörte tatsächlich früher auch zu der „Ich kann nicht“-Fraktion und habe es mir in meiner Komfortzone gemütlich gemacht. Mittlerweile habe ich aber verstanden wie wertvoll es ist immer wieder Neues zu entdecken und sich auch mal in unbequeme Situationen zu begeben. Seitdem zählt „Ich kann nicht“ für mich nicht mehr als Ausrede (zumindest nicht im Business).

Außerdem reagiere ich empfindlich auf Unzuverlässigkeit. Verpasste Termine, fehlende Rückmeldungen oder Unvorbereitet-Sein sind für mich ein großes No-Go im Unternehmenskontext.

8. Was war die größte Herausforderung auf deinem Weg?

Meine größte Herausforderung war es zu akzeptieren, dass es nebenberuflich einfach langsamer geht und dass ich meinen Schritt 1 nicht mit dem Schritt 5 von jemand anderem vergleichen darf. Das fiel mir am Anfang total schwer und hat die Euphorie für mein eigenes Business immer wieder gedämpft. Mittlerweile weiß ich aber, dass ich meinen Weg gehen darf und werde. Mit einigen „Konkurrentinnen“ tausche ich mich mittlerweile sogar regelmäßig aus und liebe es gemeinsam Ideen weiterzuspinnen.

9. Was rätst du anderen, die sich selbstständig machen wollen?

Fang bei dir an!

Verschwende deine Zeit nicht damit zu gucken, was andere wie machen. Überlege dir lieber, was du erreichen möchtest (deine Ziele) und vor allem warum. Dein Warum zu kennen ist meiner Meinung nach der größte Motivator, den es gibt. Damit setzt man sich dann auch mal am Wochenende gerne wieder an den Schreibtisch.

Wenn du dir über deine Ziele und dein Warum klar bist, such dir Gleichgesinnte, mit denen du dich austauschen und von deren Erfahrungen du profitieren kannst. Zusammen macht es einfach mehr Spaß. Mastermind-Gruppen sind dafür ideal.

10. Wo siehst du dich in 5 Jahren, wie geht es weiter bei dir?

Ich möchte weiter Frauen helfen auf Pinterest erfolgreich zu werden und dabei mein Produkt-Portfolio immer weiter ausbauen. Von der Selbstlerner*in bis zur Coaching-Kund*in soll für jeden etwas dabei sein.

Ob die nebenberufliche Selbstständigkeit irgendwann mal zu einer Vollzeitbeschäftigung wird, weiß ich noch nicht. Das lasse ich mir auch ganz bewusst offen, um zu schauen, wie sich mein Business mit Familie, Freizeit & Co. am besten verbinden lässt. Ich weiß, dass noch einige Herausforderungen auf mich warten, aber ich bin bereit mich ihnen zu stellen und an ihnen zu wachsen.

11. Ein typischer Carina-Satz:

„Was hat dein (Wunsch-)Kunde davon?“

Folge Carina auf Instagram