Katharina mit zusammen gebundenen Haaren, weißer Blazer, graues Top, vor einer weißen Wand

Katharina ist 27 Jahre alt und ein unterfränkisches Dorfkind mit Wahlheimat München. Als gelernte Industriekauffrau wagte sie den Schritt nach München. Sie liebt es zu essen und Clean Eating ist ihre Passion. Trotzdem genießt sie die Balance und eben auch mal ein Bier. Ja, wenn sie wählen kann, dann kommt sie nach ihrem Vater und zieht das Bier dem Wein vor.

1. Mit welcher Idee hast du dich selbstständig gemacht und was war deine Motivation?

2016 habe ich mich mit „Gold ist keine Farbe“ selbstständig gemacht. Ich hatte eine Ernährungsumstellung hinter mir und mir dadurch ein komplett neues Lebensgefühl ermöglicht. Endlich war ich gesund, hatte Energie und zum ersten Mal konnte ich behaupten „ich fühle mich wohl in meiner Haut“. Gold ist keine Farbe, weil ich der Meinung bin es ist nicht immer alles Gold was glänzt. Es darf einem auch mal scheiße gehen, es muss nicht immer alles perfekt sein – aber man sollte nie verpassen das Beste aus sich rauszuholen. Mein Schlüssel zum Glück, ein gesunder Körper, Genuss und genügend Energie für weitere 10 Leute.

Da dieses „Business Model“ jedoch aus mehreren Gründen nicht skalierbar war und ich vor Energie nur so strotzte, beschloss ich durch eine glückliche Fügung mit einer ehemaligen Kollegin „kune.“ zu gründen. Das erste Lifestyle-Konzept für Erwachsene inklusive Kinderbetreuung. Wir möchten allen eine Anlaufstelle bieten, um den gleichen Lifestyle wie wir zu genießen. Und hierbei sollten wir Eltern nicht ausschließen. Wir bieten durch 3 Bausteine (Events, Kinderbetreuung, Genuss) die perfekte Kombination für alle.

2. Hast du auf Risiko oder Sicherheit gesetzt – also gleich Vollzeit oder zuerst Nebenerwerb?

Volles Risiko bei Gold ist keine Farbe, ich hatte lediglich noch einen 450 € Job in einem Startup, dort habe ich die Buchhaltung gemacht. Es war hart, aber ich konnte nach 2-3 Monaten davon leben. Caterings, Kochkurse und Workshops haben mein Leben finanziert. Neben „kune.“ habe ich jetzt noch eine 15 h-Stelle, die meine Fixkosten deckt. Zudem habe ich eine TV-Beauftragung, welche ich nebenher wahrnehme. Hier kaue ich finanziell eher auf dem Zahnfleisch und bis wir von „kune.“ leben können wird es noch dauern. Dieses Vorhaben ist erstmal mit sehr viel Investment verbunden.

3. Wie sieht deine Morgenroutine aus?

Hach, lange habe ich es wie aus dem Bilderbuch betrieben. Jeden Morgen ein großes Glas Wasser getrunken und Spirulina eingenommen, 20 Minuten Yoga gemacht oder war laufen. Heute, ohne dass ich es „schade“ finde, schlafe ich eine halbe Stunde länger. Stehe auf, dehne mich kurz und dann geht´s ins Bad. Entweder genieße ich im Anschluss dann meinen Kaffee (ohne Handy in der Hand) auf der Couch oder auf dem Balkon. Jetzt steht einem actionreichen Tag nichts mehr im Weg.

4. Was wolltest du als Kind werden?

Ich wollte im Reisebüro arbeiten oder Immobilien verkaufen. Und, ich habe schon ganz früh gesagt „ich will so eine coole, erfolgreiche Frau werden, die in München wohnt“. Es gibt alte Liebesbriefe, da steht das sogar drinnen.

5. Wer oder was motiviert dich?

Mein eigener Sturkopf und meine Eltern. Meine Eltern sagen bis heute „Kind, du kannst alles machen. Dir stehen alle Türen offen, probiere alles aus, du landest schon immer wieder auf den Füßen.“

6. Auf was könntest du nicht verzichten?

Brot. Ich liebe Brot, so ein schönes saftiges Brot mit knuspriger Kruste. Deshalb war ich nie ein Fan von Diäten oder Lowcarb Geschichten. Genuss ist einfach wichtig.

7. Was bringt dich auf die Palme?

Unpünktlichkeit – frage nicht nach Sonnenschein, da bekomme ich echt schlechte Laune.

8. Was war die größte Herausforderung auf deinem Weg?

Nie aufzuhören an sich selbst zu glauben. In den Talfahrten positiv zu bleiben und durchzuhalten.

9. Was rätst du anderen, die sich selbstständig machen wollen?

Tut es aus den richtigen Gründen. Nicht weil man es heutzutage halt so macht, jeder muss mal Founder gewesen sein – Schwachsinn. Und falls du es probierst und es nicht klappen will, es ist absolut okay „zurück“ zu gehen. Das ist kein Versagen, das ist Erfahrung.

10. Wo siehst du dich in 5 Jahren, wie geht es weiter bei dir?

In 5 Jahren sehe ich uns in unserem eigenen Laden ein und aus gehen. Ein großartiges Team koordinieren und Menschen/Gästen genau diesen Lifestyle ermöglichen, den wir selbst so lieben. Ich sehe diese glückliche, coole und erfolgreiche Frau in München, die ich bin und immer sein wollte.

11. Ein typischer Satz …

Besser man hat als man hätte.

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