Maria lacht während einem Spaziergang auf einem Feld in die Kamera

#verrückt , #vernetzt , #verwirklicht : Genau nach diesem Prinzip hilft Maria-Theresia Haller, als Wirtschaftspsychologin (M.Sc.) & systemischer Coach, in ihrem „Verrück Dich“ – Coaching anderen Menschen beim Ver_rücken. Einfach mal „verrückt“ sein und ausbrechen aus dem bisherigen System, in dem wir teilweise nur noch funktionieren ohne darüber nachzudenken und vielleicht nicht mal mehr etwas empfinden. 

Außerdem ist sie Gründerin von Wohnzimmercoaching. Dort schafft sie offline & online gemeinsam mit anderen Coaches & Trainern Raum und Zeit zur Persönlichkeitsentwicklung für Wachstumsinteressierte. 

1. Mit welcher Idee hast du dich selbstständig gemacht und was war deine Motivation?

„Verrück Dich“ rief es aus meinem Herzen als ich mal wieder nach der Arbeit – damals noch im Vollzeitbeschäftigungsverhältnis im öffentlichen Dienst – auf der Wiese saß. Schon seit Monaten war ich nicht mehr richtig glücklich auf der Arbeit, weil es nicht so voran ging, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich dachte, wenn wir an einer gewissen Stelle im Unternehmen arbeiten, wo es um die Strategieentwicklung von Morgen geht, könnte ich wirklich was verändern und meine Ideen gemeinsam als Team einbringen und vor allem umsetzen. Doch es ging für mich einfach zu langsam und zu mühsam… ich fühlte mich immer ausgelaugter und verlor das Vertrauen und die Kraft, dass die Energie, die ich einbringe zur Wirksamkeit führt. Und fühlte mich nicht an der richtigen Position, wo ich mein volles Potential entfalten und leben kann. Ich habe gemerkt, wie sehr wir uns intern in Unternehmen oft eher blockieren, sogar gegenseitig manipulieren. Menschen übernehmen durch ihre Positionen Macht, die ihnen Anerkennung und Befriedigung schenkt. Doch nur von Außen und teilweise sehr zum Leid von anderen. Anstatt mich in die Reihe zu stellen, wo nur noch über den Arbeitgeber und Kollegen/innen geschimpft wird, die Schuld dabei vor allem auf andere geschoben wird und ich letztlich den Frust in mir verstärke, wollte ich in mich wieder zu meiner inneren Mitte ver_rücken , um dann was im Außen wahrhaftig und aus einer positiven Absicht heraus etwas zu verändern.

Da ich schon seit Jahren im Bereich Beratung in verschiedensten Bereichen gearbeitet hatte, bereits 2010 mit dem dualen Bachelor Career Councelling & Casemanagement gestartet bin und 2017 berufsbegleitend meinen Master in Wirtschaftspsychologie gemacht habe, war in mir schon länger der Wunsch geschlummert mich als Coach nebenberuflich selbstständig zu machen. Auch mein Umfeld hatte mich immer wieder darauf hingewiesen, wie gut das zu mir passen würde. In meiner Arbeit als Berufsberaterin, später Arbeitsvermittlerin im Jobcenter bis hin zur Projektleiterin im internationalen Rekrutierungsbereich, Führungskraft und zuletzt in der Strategieentwicklung , habe ich gemerkt, was wie sich Menschen positiv entwickeln können, wenn man sie aus Herzen und mit ausreichend Zeit dabei unterstützt.

Und so startete ich schließlich 2017 mit meinem Unternehmen Verrück Dich und helfe seit dem Menschen im Coaching, durch Speaking & Veranstaltungen sich zu ihrer inneren Mitte zu verrücken, um ihren Talenteschatz zu entdecken, um dann das zu tun, was sie lieben zu tun – für und mit Menschen – die lieben was sie tuen! Mittlerweile helfe ich außerdem als Business Mentorin auch angehenden Coaches sich noch mehr zu ihrer Einzigartigkeit als Coach & Trainer zu verrücken und ihr Business dementsprechend aufzubauen.

Meine Vision ist es, dass die Menschen wieder mehr das tun, was sie lieben, für und mit Menschen, die lieben, was sie tun. Verrück Dich!

2. Hast du auf Risiko oder Sicherheit gesetzt – also gleich Vollzeit oder zuerst Nebenerwerb?

Mein Verstand war anfangs noch total auf Sicherheit gepolt – schließlich arbeitete ich in einer Branche und in einem Beruf, welche zu den „sichersten“ gehört und „wo man doch nicht so einfach kündigt.“
Das Ziel am Anfang der nebenberuflicher Selbstständigkeit war für mich nicht, davon leben zu können, sondern einfach einen tollen Ausgleich zum Beruf zu haben, wo ich einfach das machen kann, was ich für richtig halte. Es ist und war immer schon mein „Herzensprojekt“. Nach etwas mühsamer Verhandlung und mit meinem inneren Mantra „alles ist möglich“, durfte  ich insgesamt 3 1/2 Monate in unbezahlten Sonderurlaub gehen. Es war mir auch egal, dass ich das nun selbst finanzieren musste und beschloss mich in der Zeit neben dem Reisen auch etwas dem Aufbau meines Business hinzugeben, weil es mich einfach so angezogen hat.

Als ich nach der Auszeit meine neue Stelle antrat, habe ich gleich am ersten Tag total viel Widerstand in mir gespürt, obwohl die Menschen so nett waren und ich total viel Wertschätzung gespürt habe… ganz viel, was ich mir gewünscht hatte. Doch umso mehr ich eingearbeitet wurde, ratterte mein Kopf… da draußen warten so viele Coaching-Klienten und weitere Aufgaben auf dich… ich kürze an der Stelle ab: Die Stimme aus meinem Herzen war so laut, dass ich nach knapp zwei Wochen dort gekündigt habe und das obwohl ich durch die Auszeit einen Großteil meines Puffers ausgegeben hatte und noch kein Vollzeit Business aufgebaut habe, da ich gar nicht darauf eingestellt war.

Ich konnte mir bereits in den ersten Monaten ein gutes Einkommen aus meiner Selbstständigkeit aufbauen. Im 4. Monat habe ich dann auf ein Projekt gesetzt, was leider nicht aufging – doch auch da konnte ich mich zum Glück sofort wieder erholen, weil ich schnell entschieden hatte, wieder meinen Fokus zu switchen und mich auf andere Möglichkeiten zu fokussieren. Am 03.07.2020 ist es nun genau ein Jahr, dass ich Vollzeit-Selbstständig bin.

„Hätte mir jemand gesagt, wie ich jetzt lebe und was ich finanziell verdiene mit dem was ich liebe zu tun, hätte ich gesagt: Du bist ver_rückt!“

3. Wie sieht deine Morgenroutine aus?

In der Regel trinke ich zuerst mein frisches Zitronenwasser, mache dann ca. 10 – 20 Minuten Yoga und meditiere dann im Schnitt 20 Minuten. Dazu zünde ich mir gerne eine Kerze an, meditiere in der Stille oder zu Meditations-Musik auf einer bestimmten – meist Theta-Frequenz. Zum Abschluss der Mediation setze ich mir eine Intention für den Tag und schreibe mir oft auch noch meine Gedanken dazu auf. Dazu schlage ich außerdem oft ein philosophisches, spirituelles oder anderes inpserierendes Buch auf oder ziehe eine Impulskarte – dann prüfe ich in meinem Herzen die Bedeutung  und Resonanz dieser Worte für meine aktuelle Situation oder Überlegungen.

Manchmal zieht es mich morgens auch direkt in die Natur in einen nahegelegenen Park für einen Spaziergang und Gehmeditation oder habe ab und zu auch Lust morgens einfach joggen zu gehen.
Ich finde eine Morgenroutine total wichtig, dass ich nicht jeden Morgen erst 1000 Entscheidungen treffen muss, was ich jetzt tue und plane mir daher auch am Abend vorher nochmal bewusst meinen Tag.
Doch wenn ich morgens aufwache und spüre, dass mein Bedürfnis ist z.B: raus zu gehen oder ein Kaffee mit meinem Partner zu trinken  – dann folge ich mittlerweile immer meiner Herzensintution… das ist das wichtigste and der Routine … sie zeigt uns, was wir brauchen anstatt uns schon wieder Druck zu machen etwas durchziehen zu „müssen“. In meiner Morgenroutine ist daher das Wichtigste: „Mein Herz bewusst zu öffnen“!

4. Was wolltest du als Kind werden?

Ich wollte immer wie meine Mama und meine Tanten Hotelfachfrau werden. In dem Gasthaus meiner Großeltern hatte ich bereits früh angefangen mitzuarbeiten und ich liebte es. Ich war immer schon interessiert an Menschen und es freute mich, wenn sie mit einem guten Gefühl und einem dankbaren Lächeln wieder zur Tür hinaus gingen. Meine Oma bezeichnete sich oft als „Psychologin des Stammtisches…“ – so könnten Gäste auch alleine dort einen Platz finden und ihr Herz ausschütten. Ich hörte sehr gerne einfach nur zu und war fasziniert, was Menschen alles erleben, im positiven und negativen und dass es für alles irgendwie eine Lösung gibt. Und sei es nur das Mitgefühl, das wir schenken können, wofür es manchmal auch keine Worte braucht, sondern einfach jemand, der aktiv zuhört.

5. Wer oder was motiviert dich?

Menschen dabei zu helfen, dass sie wieder ins Licht kommen und strahlen. Umso mehr Menschen das wieder tun, umso mehr können wir die Welt zu einem positiven Ort ganzheitlich transformieren und dann sind wir doch alle gemeinsam glücklich – ist das nicht schön 🙂

6. Auf was könntest du nicht verzichten?

Meinen Verlobten 🙂 An der Stelle sei gesagt, dass ich es so wichtig finde, dass wir uns in allen Lebensbereichen stets in Balance verrücken, sonst können wir im Business nicht erfolgreich sein.

7. Was bringt dich auf die Palme?

Wenn ich mich und meine Bedürfnisse – mein höchstes Wohl – vergesse. Denn nur wenn es uns selbst gut geht, dann können wir auch anderen Gutes tun. Zum Glück ertappe ich mich mittlerweile schon schneller dabei, wenn ich meine innere Stimme ab und zu dezent ignoriere 😉 … und die Spiegel im Außen übersehe ich zum Glück auch nicht mehr so oft.

8. Was war die größte Herausforderung auf deinem Weg?

Es nicht mehr allen recht zu machen. Darauf folgte das Loszulassen und in meinem Fall zu kündigen.

9. Was rätst du anderen, die sich selbstständig machen wollen?

Werde erstmal ganz still und nimm Kontakt mit deiner Stimme aus deinem Herzen auf… deiner wahren Intuition … und dann folge und vertraue dieser Stimme… sie wird dir immer helfen – egal ob am Anfang der Selbstständigkeit oder im kontinuierlichen Prozess … und dann einfach machen. Mir hilft es immer sehr, wenn ich schnell handle, bevor sich mein Ego-Verstand einschaltet und sagt „Das geht nicht…“.

10. Wo siehst du dich in 5 Jahren, wie geht es weiter bei dir?


In 5 Jahren bin ich weiterhin eine erfolgreiche, glückliche in allen Lebensbereichen ausgeglichene Unternehmerin mit Mitarbeitern/innen  – inklusive meiner bereits zwei wundervollen Teammitgliedern –  mit denen ich die gleichen Werte und eine gemeinsame Vision und Passion teile, wo jeder das beitragt, was er liebt zu tun.

Gemeinsam mit anderen Coachees und Trainern helfen wir verschiedenen Institutionen und Systemen wie Unternehmen, Schulen, bis hin zur Familien, Partnerschaften und den Individuen sich in ihre innere Mitte zu verrücken und mit ihrem Talenteschatz von Innen im Außen etwas Positives zu bewirken.

Um Menschen beim Ver_rücken zu helfen trete ich hierzu als Keynote-Speakerin auf kleinen und großen Events auf, bin Bestsellerautorin – ja ich schreibe gerade mein erstes Buch 🙂 – und helfe ihnen durch meine Trainings, Coachings , Business Mentorings und Retreats. Diese Arbeit erfüllt mich weiterhin so sehr und spendet mir so viel Energie, dass ich dich gemeinsam mit anderen Menschen stets weiter ausbauen kann.

Dabei achte ich stets darauf, dass ich mir genug Zeit für alle meine Lebensbereiche widme und insgesamt in Fülle, Gesundheit und Liebe lebe … und dafür stets dankbar bin…

11.Ein typischer …-Satz:

Verrück dich in deine Mitte und dann im Außen: Tue das, was du liebst zu tun, für und mit Menschen die lieben was du tust!
Verrückt. Vernetzt. Verwirklicht!

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