Nancy, frisch gebackene digitale Nomadin und derzeit auf Fuerteventura unterwegs, steht kurz vor ihrem 30. Geburtstag und wollte ihr Leben noch einmal ordentlich umkrempeln. Elf Jahre lang steckte sie im Großkonzern fest. Das Geld stimmte, Gleitzeit, Urlaub – eigentlich alles perfekt, doch ihr fehlte dabei die sinnstiftende Arbeit und die Freiheit den Beruf und ihren Weltenbummler-Drang zu kombinieren. Herausforderung angenommen: Sie studierte nebenbei ihren Bachelor in BWL & Marketing, machte ihren Social Media Manager und ein Gründungscoaching. Seit 2019 ist sie mit ihrer eigenen Agentur Global Refresh selbstständig und bereist nun auch endlich die Welt.

1. Welchen Traum verfolgst du und was war deine Motivation?

Eigentlich sind es zwei Träume, die irgendwie ineinander greifen. Einmal ist es mein großer Traum ortsunabhängig von überall aus der Welt arbeiten und reisen zu können. Und genau das möchte ich auch für andere kreieren. Ein unabhängiges und selbst bestimmtes Leben gemeinsam mit ihnen erschaffen. Ihre eigenen Visionen und Businessideen vorantreiben und ihnen mithilfe von Social Media und Online-Marketing ein Sprachrohr verschaffen. Ich möchte, dass jede Frau von ihrer Vision erfüllt und unabhängig leben kann, unabhängig vom Wohnort, vom Partner und unabhängig von finanziellen Bedenken.

2. Wie sah dein Weg aus?

Ich schätze, das Reisen liegt mir im Blut. Sowohl meine Mum als auch meine Tante sind 11 Jahre lang zur See gefahren und waren auf allen Kontinenten der Welt unterwegs. Als ich auf die Welt kam, ging es weiter mit dem Wohnmobil durch ganz Europa, sodass ich bis zu meinem Schulabschluss fast alle europäischen Länder gesehen hatte. Seitdem geht es zum Reisen auch nach Übersee.

Meine prägendsten Trips, die mich zu der Person gemacht haben, die ich heute bin, waren 6 Wochen Solo-Trip auf Hawaii, 3 Wochen USA Westküste mit 4 Freunden, Backpacken durch Vietnam und 4 Monate Mexiko.

Irgendwann kam ich an den Punkt, wo das Reisen nicht nur ein Kurztrip bedeuten sollte, sondern wirklich leben. Ich wollte in fremden Kulturen eintauchen, vor Ort arbeiten, die Sprache lernen und mich mit Einheimischen verbinden. Da ich Social Media schon immer als meinen eigenen Kanal zum Selbstausdruck genutzt und auch für befreundete Business geführt hatte, gründete ich 2019 mein eigenes Business. Seither baue ich eine Online-Marketing-Agentur mit einem wundervollen Netzwerk auf. Ich kann jetzt arbeiten, wann ich will, wo ich will und vor allem mit wem ich will.

Es war ein steiniger Weg, aber ich bin so krass gewachsen, wie noch nie zuvor. Seit Juni 2021 (also ganz frisch) habe ich keinen festen Wohnsitz mehr in Deutschland. Mein Leben liegt in 5 Kisten auf dem Dachboden eines Freundes und in dem Rucksack mit dem ich reise. Minimalismus war mir schon immer wichtig. Aber so extrem gelebt wie jetzt, habe ich ihn noch nie. Je weniger ich hatte, desto glücklicher wurde ich. Und als hochsensible Persönlichkeit ist nichts befreiender, als unnötigen Ballast abwerfen zu können.

3. Wie sieht deine Morgenroutine aus?

Ich wünschte, ich hätte eine etwas fixere Morning Routine. Aber irgendwie gehe ich lieber mit dem Flow. Schaue was zyklisch dran ist. Meine perfekte Routine sehe sonst so aus: Aufstehen > meditieren > Journaln > Yoga/ Workout > Kalte Dusche > Infused Water/ Tee. Mein Handy bleibt dabei bis zum Mittag aus. Klappt nie ganz in dieser Reihenfolge, allerdings immer mit mindestens einem Bestandteil 😉

4. Was wolltest du als Kind werden?

Schauspielerin – meine Mum hatte sogar seitdem Kindesalter Geld für die Schauspielschule zur Seite gelegt, bis ich in der Schule festgestellt habe, dass ich einfach nichts auswendig lernen konnte und überigens auch immer noch nicht kann. Das war dann das Ende meiner nicht vorhandenen Schauspiel-Karriere. Jetzt kann ich diese Leidenschaft in Form von Reels, Videomarketing und Content-Creation ausleben.

5. Wer oder was motiviert dich?

Die Menschen in meinem Umfeld. Früher konnte ich mich nicht richtig weiter entwickeln. Wir sind ja bekanntlich der Durchschnitt der 5 Menschen, die uns am nächsten stehen. Bei mir waren es alles Freunde, die in ihrem 9to5 fest steckten. Genauso wie ich. Das will ich auch gar nicht verurteilen, weil ich weiß, dass es für viele erfüllend sein kann. Für mich persönlich sollte es aber ein anderer Weg werden.

Ich erkannte also mein Problem und fing an zu netzwerken. Online, auf Reisen, in Bekanntenkreisen. Ich bin wirklich ein eher introvertierter Mensch und habe mir selbst beibringen dürfen, offener auf Menschen zuzugehen und mich zu trauen. Dadurch habe ich so unglaublich inspirierende Personen getroffen, die mir eine völlig neue Welt mit ungeahnten Möglichkeiten eröffnet haben. Seitdem weiß ich:

Geht nicht, gibt es nicht.

Das existiert nur in unseren Köpfen und den eigenen Grenzen, die wir uns setzen oder setzen lassen haben.

6. Auf was oder wen könntest du nicht verzichten?

Worauf? Käse – bin Vegetarier und der ideelle Gedanke hinter Veganismus gefällt mir, ich esse auch keine Eier und mag keine Milch. ABER ohne meinen Käse, kann ich noch nicht leben,

Auf wen? Meine Tina: Sie ist nicht nur mein bester Travel Buddy, sondern sie gehört auch zu meinen besten Freunden, ist Teil meiner selbstgewählten Familie und ist im Business sogar meine virtuelle Assistentin und Sparringpartnerin (ja, entgegen vieler Meinungen funktioniert die Mischung aus Business und Freundschaft hervorragend bei uns).

7. Was bringt dich auf die Palme?

Unehrliche Menschen. Mit meiner Feinfühligkeit merke ich sofort, wer und was ehrlich gemeint ist und was nicht. Da distanziere ich mich schnell von, denn ihr wisst ja – der Durchschnitt der 5 Menschen und so … 😉

8. Was war die größte Herausforderung auf deinem Weg?

Die Angst vor dem Scheitern und vor Ablehnung. Dass ich es nicht schaffe, davon leben zu können. Das Vertrauen zu mir selbst und in meine eigenen Fähigkeiten, dass ich keinen Mehrwert für andere kreieren kann.

Mittlerweile konnte ich vieles davon auflösen und es kamen andere spannende Herausforderungen hinzu. Ich gehe dafür mal kurz rein:

Angst vor dem Scheitern – Ich habe festgestellt, diese Angst ist kleiner, als das beklemmende Gefühl “es gar nicht erst zu versuchen”. Mich immer wieder im Leben zu fragen, was wäre, wenn ich mich doch getraut hätte. Deswegen raus aus der Komfortzone Leute! Die macht euch auf lange Sicht nämlich viel unglücklicher.

Angst vor Ablehnung – Die habe ich immer noch. Aber nicht mehr so sehr im Business. Mittlerweile weiß ich, dass alles, was ich nach außen trage, mein Filter ist. Ich filtere, indem ich auch mal polarisiere. Indem ich meine Meinung teile, mit welcher ich andere inspirieren kann aber wiederum auch Menschen abstoße. Aber das ist auch gut so. Ich will mit Menschen zusammen arbeiten, die ähnliche Werte bzw. genauso groß und deep denken wie ich.

Finanzielle Bedenken – Ich hab mich in dem Bereich viel weitergebildet und für mich ein finanzielles Portfolio aufgebaut, was mich absichert und auch passiv arbeitet. Ich weiß, wie viel ich brauche und habe meine Ausgaben erheblich minimiert. Das hat so viel Druck genommen, dass ich jetzt nicht mehr jeden Kunden annehmen muss, aus dem “Need” Geld verdienen zu müssen. Ein tolles Gefühl.

eBook coming soon
Ciao Perfektionismus, Hello Passion

➳ Ja, ich will auf die Warteliste

Endlich anfangen, dranbleiben & Ziele erreichen!
Melde dich ganz unverbindlich für die Warteliste an & erhalte einen
exklusiven Wartelisten-Bonus!

9. Was rätst du anderen, die einen Traum haben und er noch nicht verwirklicht ist?

Umgib dich mit den richtigen Menschen!

Menschen, die bereits da sind, wo du hin willst. Sich zu überlegen, welche finanzielle Base man braucht um sich sicher zu fühlen. Dann so schnell wie möglich darauf hin sparen und dann einfach springen. Was mir geholfen hat: Selbst wenn man scheitern sollte und ganz unten landet (Arbeitslosigkeit), ist der deutsche unterste Standard, der höchste Standard vieler anderer Drittweltländer. Ich habe durch das Reisen viel Armut gesehen, aber wisst ihr was, die Menschen haben viel weniger und leben so bescheiden, aber sie sind glücklicher. Also ist es auf jeden Fall einen Versuch wert.

10. Wo siehst du dich in 5 Jahren, wie geht es weiter bei dir?

Wenn ich ehrlich bin: Diese Frage resoniert nicht mit mir. Ich will nicht über die nächsten 5 Jahre nachdenken, ich will den Moment genießen. Ich will mein Leben so gestalten, wie es sich richtig anfühlt. Genau in diesem Moment. In 5 Jahren bin ich schon wieder eine ganz andere Person. Und wenn ich mich jetzt schon auf die 5 Jahre festlege, nehme ich mir jeglichen Raum für das Abenteuer, für Entwicklung, für Überraschungen. No one knows – also lebe den Moment. Macht aus euren Träumen Pläne und setzt sie um. Warum auch in 5 Jahren und nicht jetzt sofort? Zumindest kann man jetzt schon damit anfangen und etwas tun, um den Stein ins Rollen zu bringen.

11.  Ein typischer Nancy-Satz:

Leben und leben lassen.

Jeder darf sein wie er ist. Ich möchte nicht, dass man mich bewertet und ich möchte auch nicht werten. Wenn andere sich dafür interessieren, wie ich meinen Weg gehe oder um Hilfe fragen, liebe ich es sie zu begleiten. Ich würde aber niemals jemanden meine Ansichten aufdrängen wollen. Weil es für jeden eben genau in diesem Moment das richtige ist.

Folge Nancy auf Instagram

Nancy Jachmann Screenshot des Instagram Accounts

Hol dir die kostenlosen Vision Board Vorlagen

…und mach den ersten Schritt in Richtung deiner Träume

3 Digitale Vision Board Beispiele