Phil im blauen Hemd in einem Park mit Teich

Phil, geboren 1988, lebt in der Schweiz. Er ist der Erfinder hinter dem Konzept des ROH (Return on Happiness, zu Deutsch: Glücksrendite) über welches er das Buch “Das Teehaus auf dem Berg des Glücks” veröffentlicht hat. Kurz nach seinem Studienabschluss der Betriebswirtschaft gründete Phil ein eigenes Unternehmen und lebte dazu teilweise in Bolivien. Vier Jahre und viele Höhen und Tiefen später verkaufte er sein Unternehmen. Der Verkauf machte ihn nicht reich, doch er konnte sich eine schöne Auszeit gönnen, in welcher er in seinen ROH investieren konnte. Dies tut er beim Reisen, beim Sport oder bei einem feinen Nachtessen und guten Gesprächen mit Freunden.

1. Mit welcher Idee hast du dich selbstständig gemacht und was war deine Motivation?

Meine Selbständigkeit begann kurz nach meinem Studium. Damals entschied ich mich, Müsliriegel aus “Superfoods” wie Quinoa und Chia zu produzieren. Der Zeitpunkt passte, da diese Superfoods hier gerade aufkamen, es jedoch noch kaum weiterverarbeitete Produkte daraus gab. Ich führte und baute das Unternehmen während 4 Jahren auf, bis ich es aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen mit meinem damaligen Geschäftspartner verließ.

Ein schwieriger Schritt – wer mein Buch jedoch gelesen hat weiß, dass ich diesen heute nicht bereue. Heute schreibe und erzähle ich Geschichten, gebe Schulungen zu meinen Konzepten und arbeite mit all jenen zusammen, die darin einen Mehrwert sehen: www.distelkamp.ch Auch dazu gibt es mehr in meinem Buch. Meine Motivation dabei war immer die selbe: Sobald ich für einige Menschen einen echten Mehrwert schaffen kann, ohne das für andere ein Nachteil daraus entsteht, hat es sich gelohnt.

2. Hast du auf Risiko oder Sicherheit gesetzt – also gleich Vollzeit oder zuerst Nebenerwerb?

Ich habe auf Risiko gesetzt. Damals war ich noch ein paar Jahre jünger und brauchte kaum etwas zum Leben. Heute würde ich das aber nicht mehr so machen. Sicherheit ist mir wichtiger geworden. Deshalb würde ich heute vermutlich nicht mehr alles auf eine Karte setzen und zumindest Teilzeit in einem Job mit geregeltem Einkommen arbeiten. Kein geregeltes Einkommen zu haben war für mich selbst direkt nach dem Studium oft schwierig und ein unnötiger Stressfaktor. Die Gewissheit, dass am Ende des Monats wenigstens einige Euro auf’s Konto kommen, hätte mir bestimmt einige Stunden mehr ruhigen Schlaf verschafft.

3. Wie sieht deine Morgenroutine aus?

Jetzt im Winter gehe ich mindestens zwei Mal die Woche morgens in den See schwimmen. Das braucht zwar etwas Überwindung, lohnt sich aber! Danach fühle ich mich unglaublich wach und aktiviert. Zudem glaube ich, dass mir die Überwindung auch mental gut tut. Ich denke dann immer: “Wenn du dich dafür überwinden konntest, kannst du dich heute für alles überwinden.”

Sonst beginne ich morgens meistens ziemlich früh und direkt nach dem Duschen an zu arbeiten, da dies meine produktivste Zeit ist.

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4. Was wolltest du als Kind werden?

Ich glaube da war jeder Klassiker dabei: Feuerwehrmann, Pilot und sogar Bauer. Was aber wirklich hartnäckig war, war der Traum vom Fußballer. Wie ich in meinem Buch “Das Teehaus auf dem Berg des Glücks” schreibe, können berufliche Wünsche jedoch auch nicht in Erfüllung gehen. Deshalb ist es so wichtig, bewusst ins Privatleben und ins eigene Glück zu investieren.

5. Wer oder was motiviert dich?

Mich motivieren Erfolgserlebnisse, auch noch so kleine. Und Potentiale. Wenn ich sehe, dass die Möglichkeit besteht, etwas Neues anzugehen oder etwas Bestehendes besser zu machen, kann ich meine Gedanken kaum mehr davon lösen.

6. Auf was könntest du nicht verzichten?

Familie und Freunde. Das wird mir durch die momentane Corona-Situation bewusster denn je.

7. Was bringt dich auf die Palme?

Keine Sache im Speziellen. Aber wenn ich hungrig bin, bin ich ziemlich kurz angebunden.

8. Was war die größte Herausforderung auf deinem Weg?

Die größte Herausforderung ist die Summe an kleinen Herausforderungen und sich von diesen nicht vom eigenen Weg abbringen zu lassen. Das kann teilweise schon zermürbend sein und Fragen aufbringen wie: Kann das überhaupt funktionieren? War ich naiv? etc. Dabei lohnt es sich, sich immer wieder vor Augen zu führen, weshalb man sich einmal dazu entschieden hat, diesen Weg einzuschlagen.

Ich habe mir Beispielsweise ein “Vision-Board” erstellt, auf welchem ich meine Ziele und Träume visualisiert habe. Das schaue ich mir in schwierigen Zeiten oder wenn ich einen Motivationsschub brauche an und es erinnert mich, weshalb es sich lohnt, nicht vom Weg abzukommen.

Außerdem habe ich gemerkt wie wichtig “Energietankstellen” sind. Energietankstellen werden ebenfalls in meinem Buch behandelt. Dabei geht es um Menschen, Orte oder Tätigkeiten, bei welchen wir neue Energie und neuen Optimismus schöpfen. Ich habe mir beispielsweise eine Liste mit meinen “Energietankstellen” zusammengestellt. Diese Liste schaue ich mir an und entscheide mich für eine Tätigkeit darauf, wenn ich eben genau neue Energie brauche. Bisher hat mich meine “Energie-Liste” noch nie im Stich gelassen.

9. Was rätst du anderen, die sich selbstständig machen wollen?

Sei dir bewusst, dass es länger und härter wird, als es dir lieb ist. Aber fange an! Oft erzählen mir Menschen: “Wenn ich vor drei Jahren begonnen hätte, dann würde ich jetzt an einem ganz anderen Ort stehen.” Das stimmt. Und trotzdem fangen diese Menschen dann oft trotzdem nicht an, sich selbständig zu machen und stehen in drei Jahren immer noch am gleichen Ort.

Was definitiv helfen kann, ist den Sprung in die Selbstständigkeit nicht alleine zu wagen. Sucht euch ein*e Geschäftspartner*in und motiviert euch gegenseitig. Es ist wie beim Sport: Alleine ist es schwierig, benötigt viel Überwindung und die Ausreden sind schnell gefunden. Zu zweit fällt es schon viel leichter, es macht mehr Spaß und nach dem Sport geht’s uns meistens besser als davor (abgesehen vom Muskelkater).

10. Wo siehst du dich in 5 Jahren, wie geht es weiter bei dir?

Gerade jetzt in Zeiten von Corona ist es noch viel wichtiger, dass wir uns bewusst mit uns selbst auseinander setzen und uns fragen, was uns gut tut. In diesem Zusammenhang durfte ich in jüngster Vergangenheit bereits mit einigen Firmen zusammenarbeiten und an Programmen zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit mitwirken. Das hat Potential und die Rückmeldungen daraus fallen sehr positiv aus, weshalb ich mich in diesem Bereich in Zukunft noch stärker engagieren werde. Der ROH gehört meines Erachtens nämlich auch in die Privatwirtscahft: Return on Investment ohne Return on Happiness geht, ist aber nicht nachhaltig und stösst viel zu schnell an seine Grenzen.

Ich freue mich aber auch schon sehr auf die Zeit nach Corona, wenn wieder mehr Veranstalltungen stattfinden. Ich möchte das Konzept des ROHs definitiv nicht nur über Bücher, sondern auch als Speaker und über Kurse bekannter machen. Aber auch weitere Bücher wird es von mir geben. Zur Zeit schreibe ich an meinem zweiten Buch, auf welches man ebenfalls gespannt sein darf.

Gerade jetzt in Zeiten von Corona ist es noch viel wichtiger, dass wir uns bewusst mit uns selbst auseinander setzen und uns fragen, was uns gut tut. In diesem Zusammenhang durfte ich in jüngster Vergangenheit bereits mit einigen Firmen zusammenarbeiten und an Programmen zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit mitwirken. Das hat Potential und die Rückmeldungen dazu fallen sehr positiv aus, weshalb ich mich in diesem Bereich in Zukunft noch stärker engagieren werde. Der ROH gehört meines Erachtens nämlich auch in die Privatwirtschaft: Return on Investment ohne Return on Happiness geht, ist aber nicht nachhaltig und stößt viel zu schnell an seine Grenzen.

Ich freue mich aber auch schon sehr auf die Zeit nach Corona, wenn wieder mehr Veranstaltungen stattfinden. Ich möchte das Konzept des ROHs definitiv nicht nur über Bücher, sondern auch als Speaker und über Kurse bekannter machen. Aber auch weitere Bücher wird es von mir geben. Zur Zeit schreibe ich an meinem zweiten Buch, auf welches man ebenfalls gespannt sein darf.

11. Ein typischer Phil-Satz:

“Na?” Der beste Gesprächsöffner überhaupt. Es ist unglaublich spannend, wie unterschiedlich Menschen darauf reagieren. Die Reaktion verrät mir viel über mein Gegenüber und dessen Gemütszustand.

 

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