Foto von Rebecca, sie steht vor einer Backsteinwand und hält ein Buch in der Hand

Rebecca ist 25 Jahre alt und lebt derzeit in München. Sie ist studierte Marketing Managerin, wusste aber schon immer, dass da noch mehr ist. Über einen energiefressenden Vollzeitjob und verschiedene Ideen kam sie schließlich zu ihren Herzensprojekten. Rebecca ist seit März 2017 nebenberuflich selbstständig und betreut seit April 2019 drei Herzensprojekte als Geschäftsführerin und Co-Founder.

1. Mit welcher Idee hast du dich selbstständig gemacht und was war deine Motivation?

Mit meiner Personal Brand „Rebecca Maria Reise“ habe ich bereits mein drittes Herzensprojekt ins Leben gerufen. Zuvor war bereits seit Anfang 2017 nebenberuflich selbstständig und führte seitdem mein Blog-Business „INYOURTWENTIES“ alleine und seit Juni 2018 mein Event & Community Business „Blossy Event“ zusammen mit meiner Business-Partnerin Nadja.

Alle Herzensprojekte führte ich neben meiner 42-Stunden-Woche in einem Job, der mir zum einen nicht viel Spaß machte und zum anderen tagsüber nahezu meine ganze Energie verschlang. Deshalb stand ich extra früh auf und arbeitete morgens 1-2 Stunden an meinen Herzensprojekten. Ich wurde oft ungläubig gefragt „Wie machst du das nur?“ und hörte immer wieder, dass andere das auch machen möchten: Unternehmer sein und das (vorerst) ohne zu kündigen. So ist meine Personal Brand gemeinsam mit meinen Side Hustle Coachings entstanden. In Zukunft wird es unter „Rebecca Maria Reise“ aber noch sehr viel mehr zum Thema „Nebenberufliche Selbstständigkeit“ geben.

2. Hast du auf Risiko oder Sicherheit gesetzt – also gleich Vollzeit oder zuerst Nebenerwerb?

Ich war wie gesagt auch lange Zeit „nur“ nebenberuflich selbstständig. Nach knapp zwei Jahren, im April 2019, beschloss ich, mir mehr Zeit für mein Herzensprojekt zu nehmen und habe ein dreimonatiges Sabbatical (= unbezahlter Urlaub vom Vollzeitjob) genommen. Im Juli 2019 werde ich noch für 2,5 Monate zurück in meinen Job gehen. Ab Oktober 2019 werde ich mich dann aber nur noch auf meine drei Herzensprojekte konzentrieren.

3. Wie sieht deine Morgenroutine aus?

Ich stehe wochentags um 6.30 Uhr auf und mache mich als allererstes fertig. Direkt im Anschluss nehme ich meine #morningmotivation für meine Instagram-Community auf.

Bevor ich mich mit meinem Frühstückssmoothie an den Laptop setze, nehme ich mir etwa 15 bis 30 Minuten für mich selbst. Dabei höre ich entspannte Musik (aktuell die Playlist „Yoga & Meditation“ auf Spotify) und starte meine Visualisierung. Ich arbeite viel mit dem „Gesetz der Anziehung“ und glaube daran, dass Gleiches Gleiches anzieht. Deshalb stelle ich mir während meiner Visualisierung meine spätere Realität vor. Manchmal kommen die Bilder von ganz allein. Wenn das nicht so ist (zum Beispiel an stressigen Tagen), überlege ich mir einfach, wie mein perfekter Tag aussieht: Wo bin ich? Wer ist bei mir? Was tue ich? Wie fühle ich mich dabei.

Anschließend ziehe ich noch meine „Karte des Tages“ von meinen Kompasskarten und stelle mir dabei meistens die Frage „Worauf soll mein Fokus heute liegen?“ oder auch „Was ist in Situation XY mein nächster Schritt?“.

Dann kann mein Arbeitstag losgehen.

4. Was wolltest du als Kind werden?

Als Kind wollte ich gerne Autorin werden und schrieb immer wieder Kurzgeschichten und zwischenzeitlich sogar an einem Buch. In meinem Blog lebe ich diese Leidenschaft immer noch aus. Ein eigenes Buch zu veröffentlichen ist tatsächlich nach wie vor ein großer Traum von mir und steht auch fest auf der Liste meiner großen Ziele.

5. Wer oder was motiviert dich?

Mich motivieren meine großen Ziele, die ich täglich vor Augen habe. Ich weiß, dass ich alles schaffen kann, was ich möchte, denn absolut alles ist möglich.

Ich lebe nach den beiden Prinzipien: „Start before you are ready“ und „Action speaks louder than words“. Deshalb werde ich von den Mädels in meiner Mastermind-Gruppe auch „Die Macherin“ genannt. Das motiviert natürlich ungemein!

6. Auf was könntest du nicht verzichten?

Ich könnte niemals auf meinen Freund, meine Familie und meine weiteren engen Vertrauten (sowohl aus dem Freundeskreis, als auch aus dem Business-Netzwerk) verzichten. Im Coaching stelle ich ständig die persönliche Beziehung zu anderen Menschen her, deshalb sind mir die mir nahestehenden Menschen auch so wichtig.

Ich würde auch zum Beispiel nie für einen Job weit von meinem Freund wegziehen. Einen Job finde ich überall – den perfekten Partner nicht. Das mögen manche Leute nicht verstehen, was auch absolut okay ist. Wir alle setzen unsere Prioritäten anders. Ich bin durch meinen ortsunabhängigen Job aber natürlich unglaublich dankbar dafür, dass ich mich ohnehin nicht zwischen dem einen oder den anderen entscheiden muss.

7. Was bringt dich auf die Palme?

Mich bringt es tierisch auf die Palme, wenn sich manche Menschen sogar schon in jungen Jahren einfach mit ihrer Situation abfinden. Hauptsächlich begegnet mir das im beruflichen Bereich.

Ich habe nicht gerade selten die Sätze „Ich bleibe in dem Job. Eigentlich ist es doch überall ätzend.“ oder „Ja, die Situation ging gar nicht, aber reg dich doch nicht so auf. Es gibt Firmen, da ist es doch noch schlimmer.“

Ich werde es nie verstehen, wie Menschen (jung und alt) sich mit einer Situation abfinden können, obwohl das Leben so viele tolle Möglichkeiten für sie bereit hält. Es ist nicht überall ätzend und bloß weil es wo anders noch schlimmer ist, heißt das nicht, dass man die aktuelle Situation akzeptieren muss! Geht stattdessen raus und lebt euer Leben nach euren Bedingungen!

8. Was war die größte Herausforderung auf deinem Weg?

Ich habe lange Zeit keinen klaren Weg gefunden. Als ich mir diesen dann erarbeitet hatte, musste ich täglich mit dem sogenannten „Hochstapler-Syndrom“ oder auch „Impostor-Syndrom“ kämpfen. Ich habe mich ständig gefragt: „Wer bin ich denn, dass ich meine anderen etwas beibringen zu können?“ oder „Ich kann das nicht wirklich.“.

Inzwischen weiß ich, dass ich vielen Menschen weiterhelfen kann und das auch bereits getan habe. Ich bekomme fast täglich Nachrichten von Menschen, die mir genau das bestätigen. Dafür liebe ich diesen Job, der so nah an der eigenen Community und den eigenen Kunden dran ist.

9. Was rätst du anderen, die sich selbstständig machen wollen?

Überlege dir immer zuerst, WARUM du dich selbstständig machen möchtest. Dein Warum wird es sein, das dich in schwierigen Situationen nicht aufgeben lässt und dich Tag für Tag motiviert. Halte dir dein Warum stets vor Augen, zum Beispiel durch eine tägliche Visualisierung oder ein Vision Board.

Wenn du dein Warum gefunden hast, dann FANG EINFACH AN! Und wenn du immer noch zweifelst: Stelle dir den Worst-Case vor, der passieren kann. Ist dieser wirklich schlimmer als das Gefühl, mit dem du leben musst, wenn du es nicht einmal versucht hast?

10. Wo siehst du dich in 5 Jahren, wie geht es weiter bei dir?

Ich werde noch in diesem Jahr mit meiner Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie beginnen, da ich einfach noch tiefer mit meinen Coachees an ihren Herausforderungen und ihren Zielen arbeiten möchte. Außerdem fasziniert mich die Psychologie schon lange. Ich mache die Ausbildung also zu 50% für meine Arbeit und zu 50% für mich.

Ansonsten wird es bei mir noch viel Neues zum Thema „Nebenberufliche Selbstständigkeit“ geben. Zum einen Programme, die sich wirklich jeder leisten kann und zum anderen richtig intensive Programme, die es in sich haben und wahre Erfolgsgaranten sind.

Außerdem würde ich gerne in eine größere Wohnung mit eigenem Homeoffice in meiner Heimatstadt Nürnberg umziehen. Und eine Hochzeit steht für die nächsten fünf Jahre definitiv auch auf dem Plan – wie gesagt, der private Teil ist für mich extrem wichtig 🙂

Ich freue mich auf alles, was die nächsten fünf Jahre noch für mich in petto haben!

11. Ein typischer Rebecca-Satz

„Wenn du es versuchst, kannst du verlieren. Wenn du es nicht versuchst, hast du schon verloren. Was hält dich also noch von deinen Träumen ab?“

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