Neben einem Pitch mit Freunden habe ich regelmäßige Online Umfragen gestartet. Ich wollte so viel Feedback wie möglich, gerne auch von neutralen Personen – der Link für die Umfrage kann geteilt werden – und ein anonymes Feedback.

Besonders bei der Namensfindung habe ich mir Feedback über eine Online Umfrage geholt. Beim Pitch unter Freunden haben wir einige Begriffe und Ideen gesammelt. Meine Favoriten habe ich dann in eine Umfrage zur Wahl gestellt und das Ergebnis war eindeutig: start your passion.

Aber auch für die Marktanalyse zu meiner Idee habe ich eine Online Umfrage genutzt. Ich wollte wissen ob die Idee bzw. das Angebot prinzipiell als interessant empfunden wird, wer würde ein solches Event buchen. außerdem habe ich abgefragt welche Eigenschaften besonders wichtig wären und wollte einen Eindruck davon bekommen was meine potenziellen Kunden in etwa gewillt wären dafür auszugeben. Ich bat zuerst Freunde teilzunehmen und dass diese die Umfrage aber gerne teilen können, um noch mehr Feedback zu erhalten.

Umfragetools

Einfache Umfragen sind mit der kostenlosen Version von Doodle möglich, wenn es jedoch ausgefallenere Fragetypen wie Multiple Choice, Schieberegler oder Freitext sein soll stößt man damit schnell an Grenzen.

Doodle

In der kostenlosen Version kann man einfache Umfragen gestalten. Leider jedoch nicht mit anonymen Antworten und es sind auch keine offenen Antworten möglich.

Doodle eignet sich besonders für Fragestellungen mit einer oder mehreren Auswahlmöglichkeiten, wenn man beispielsweise abfragen möchte welche Variante den Befragten am besten gefällt oder welcher Termin für den Teilnehmer machbar wäre.

Eine übersichtliche Auswertung, beispielsweise in Prozent je Frage ist in der kostenlosen Version leider nicht möglich. Außerdem kann immer nur eine Frage gestellt werden, eine Umfrage bestehend aus mehreren Fragen ist nicht möglich.

Survey Monkey

Im kostenlosen Basic Tarif bekommst du bereits umfassende Inklusivleistungen. Umfragen können kinderleicht und übersichtlich erstellt werden, die Ergebnisse werden sehr übersichtlich dargestellt.

  • unbegrenzte Umfragen
  • 10 Fragen pro Umfrage
  • 100 Beantwortungen pro Umfrage
  • 13 Fragetypen (Multiple Choice, Kontrollkästchen, Schieberegler, freier Text, Ranking…)
  • per Weblink, E-Mail oder Einbetten in eine Website 

Ich habe auch Lime Service und Survmetrics ausprobiert, war von beiden aber nicht begeistert. Lime Service ist zu kompliziert und richtet sich meiner Meinung nach eher an professionelle Umfragen. Survmetrics hat mir von der Aufmachung nicht so gut gefallen wie Survey Monkey.

Tipps

Ich habe bei meinen Umfragen schnell gemerkt, dass ich ein paar Fehler gemacht habe und mit den gegebenen Antworten leider erstmal wenig anfangen konnte. Damit dir das nicht passiert habe ich ein paar Tipps.

Geschlossene Fragen sind dann hilfreich, wenn du klare Antworten möchtest. Der Nachteil ist, dass es keinen Spielraum gibt für etwas woran du nicht gedacht hast, vielleicht hast du eine Antwortmöglichkeit unterschlagen, die ein Befragter gerne gewählt hätte. Offene Fragen hingegen sind schwieriger auszuwerten.

So habe ich eine geschlossene Frage gewählt, um zu erfahren ob meine Idee grundsätzlich von Interesse ist und die Befragten in Erwägung ziehen würden ein Event im Tony House zu buchen.

Eine offene Frage wählte ich, um heraus zu finden was die Befragten und potenziellen Kunden erwarten von so einem Event. Was müsste dabei sein, geboten sein, damit sie es dann auch wirklich buchen würden. Da kamen natürlich die wildesten Sachen raus, aber auch ein paar Gedankenanstöße, Dinge an die ich vorher noch nicht gedacht hatte.

Darüber hinaus gibt es aber auch noch andere Fragetypen. Ich wollte beispielsweise erfahren wie viel meine potenziellen Kunden für ein Event im Tiny House ausgeben würden. Anfangs hatte ich die Frage offen gestaltet. Das Ergebnis waren uneindeutige Antworten. Manche antworteten, das kommt drauf an, gaben eine Preisspanne an usw. Daraufhin habe ich die Frage umgestellt und einen Schieberegler verwendet. Der Befragte musste sich für einen Preis entscheiden. Wichtig dabei ist, dass die Voraussetzungen klar definiert sind. Bei dieser Frage waren das die Rahmenbedingungen, was bei einem solchen Event inkludiert wäre: Preis pro Person, 4 Gänge, Aperitif und begleitende Getränke (alkoholisch und nicht alkoholisch).

Beispiel für einen Schieberegler

Auf diese Punkte solltest du bei der Erstellung einer Online Umfrage besonders achten:

  • Formuliere die Fragen klar und einfach
  • Erfrage immer nur einen Sachverhalt in einer Frage
  • Gestalte die Fragen möglichst kurz
  • Stelle unvoreingenommene Fragen, keine Suggestivfragen
  • Verhindere doppelte Verneinung
  • Stelle die Fragen wertfrei

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